Aktuelles aus der Benchen Free Clinic in Kathmandu

Ein Bericht von Nadine Böse für Lotus Direkthilfe e.V., Kathmandu 15. November 2015

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Die Räumlichkeiten der Benchen Free Clinic können trotz des aufgrund des Erdbebens entstandenen Schaden weiterhin genutzt werden. Allerdings sind einige tiefe Risse in den Wänden und teilweise in dem Fußboden der Klinik entstanden. Sobald die Baurarbeiten innerhalb der Maitreya sowie Shakyamuni Gompa , Tenga Rinpoches Wohnsitzes und dem Wohnräumen der Mönche beendet sind, können auch hier die Wiederaufbauarbeiten beginnen.

Die Mitarbeiter*Innen der Benchen Free Clinic arbeiten seit dem verheerden Erdbeben fast täglich um den Menschen vor Ort zu helfen.

Ein Teil von den Mitarbeiter*Innen fuhren in entlegende Gebiete um die Erstversorgung der Verletzten sicher zu stellen.

Vor Ort in Kathmandu bietet die Free Clinic verschiedenste Hilfe an. Es gibt sechs Räume, in denen die Menschen behandelt werden können.

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Bluthochdruck, Diabetis und verschienste Darmerkrankungen sind die häufigsten Besuchsgründe der Patienten. Auch die Räumlichkeiten der Zahnarztpraxis werden hoch frequnetiert. Durch das Erdbeben kam die Behandlung von vielen Schürf und Schnittverletzungen hinzu. Außerdem wurde einige Menschen mit gebrochen Körperteilen behandelt. Viele Menschen erlitten ein starkes Trauma. Die psychologische Betreuung ist so gut wie nicht vorhanden. Dennoch bietet die Benchen Free Clinic nicht nur die Behandelung von körperlichen Velretzungen an, sondern gibt den Menschen auch die Chance ihr psychischen Gleichgweicht wieder herzustellen.

Die Behandlung der Patienten erfolgt stets kostenlos, denn anders könnten viele der Patienten sich die Behandlung nicht leisten. Menschen aus weiten Teilen des Landes nehmen oftmals einen langen Weg in Kauf um sich in der Benchen Free Clinic behandeln zu lassen.

Durch den Benzinengpass wird der Besuch und die medizinische Versorgung der Menschen, die auf dem Land wohnen, immer schwieriger.

Wichtige Medikamente erreichen Nepal nicht mehr. Die Benchen Free Clinic hat Medikamente für etwa 14 Tage auf Lager, was danach geschieht ist ungewiss.

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Trotzdem gab sich Dr.Tsering (Leiter der Free Clinic) in einem persönlichen Gespräch zuversichtlich und erklärte, dass das gesamte Team weiterhin sein Bestes gibt, um den Menschen zu helfen.

 

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Stand der Dinge – Benchen Kloster in Kathmandu

Bericht von Nadine Böse für Lotusdirekthilfe e.V., Kathmandu, 15. November 2015

Nach dem verheerdenen Erdbeben im April und Mai 2015 sind alle Sinne auf dem Wiederaufbau der zerstörten Gebäude gelenkt. Nach einer Begutachtung der Schäden wurde klar, das ein Teil der beschäftigten Gebäude abgerissen werden muss.

Seit Mai sind die Abrissarbeiten der Maitreya Gompa in vollem Gange. Durch dem nationalen Gas und Benzinengpass, der durch Streitgkeiten der Regierungen zwischen Nepal und Indien seit zwei Monaten besteht, kommt es zu Komplikationen des Abrisses. Die Ressourcen für die hierfür notwenigen Maschinen sind erschöpft.

So verlagert sich der momentane Schwerpunkt auf die Wiederaufbauarbeiten der anderen Gebäude. Glücklicherweise sind die Shakyamuni Gompa, Tenga Rinpoches Wohnsitz, die Benchen Free Clinic und die Wohnräume der Mönche nicht ernsthaft beschädigt worden.

Dennoch müssen viele entstande Risse und Fassaden wieder neu hergerichtet werden.

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Momentan wird die Außenfassade der Shakyamuni Gompa neu verputzt.

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Die Schäden des Erdbebens im Innenraum zu beseitigen und die Gompa wieder in ihren alten Zustand zu versetzten erfordert viel Arbeit. Viele der Fenster, und die Wandverzierungen wurden durch das Erdeben zerstört. Die Risse in Tenga Rinpoches Wohnsitz und in den Wohnräumen der Mönche werden auch nach und nach ausgebessert. Dennoch laufen die Arbeiten unter Hochdruck, sofern die Rohstoffe, die zum weiteren Aufbau notwenig sind, besorgt werden können.

 

 

 

 

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Junge Mönche von Katmandu nach Parping umgezogen

Aufgrund des Erdbebens sind unsere jungen Mönche von Katmandu nach Parping umgezogen, um ihren schulischen sowie monastischen Aktivitäten nachzugehen. Auf dem Photo performen sie die tägliche Abends-Puja.

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News & Photo Tashi Oser

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Erneutes grösseres Erdbeben

Heute gegen 12:50 nepalesischer Zeit hat sich erneut ein starkes, jedoch nicht allzu langes Erdbeben ereignet. Es gab zwei schwächere, dafür aber längere Nachbeben.

Nach dem Beben habe ich das Klostergebäude in Augenschein genommen. Die Außenwand neben der Küche tritt nun stärker nach außen hervor, entlang des Risses, der vom ersten Erdbeben stammt.
Unser Pförtner ist derart traumatisiert, dass er seine Fähigkeit zu sprechen verloren hat. Meines Wissens sind die Mönche in und um Swoyambhu und Parphing in Sicherheit. Viele unserer Mönche sind in abgelegenen Gegenden unterwegs, wo sie Zelte, Nahrungsmittel und medizinische Güter verteilen sowie finanzielle Hilfe leisten. Es war mir nicht möglich, Kontakt zu ihnen herzustellen. Sobald ich Nachricht von ihnen erhalte, teile ich dies mit.
Unmittelbar nach dem heutigen Beben hat Edward Henning eine kurze Nachricht von Thomas Sherab Drime erhalten. Es geht ihm sehr gut und er konnte all seine Habseligkeiten—mit Ausnahme seines Dorje—aus den Trümmern seiner Retreathütte retten, die während des ersten Erdbebens eingestürzt war.
Das wäre zunächst alles.
Namaste,
Tempa und Florian Tashi
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Benchen medical team bei der Arbeit und Verteilung von Reis in Bulambu

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Update

Am 28. April wurde der Benchen-Wassertruck nach Dachinkali, Kalimati, Teku, Boudha und Pachdara gebracht, um bei der dortigen Wasserknappheit Abhilfe zu schaffen. Die Mönche haben sich, in Abstimmung mit dem Buddhistischen Komitee, an verschiedene Orte begeben. Dr. Tsering ist zusammen mit einer Mönchsgruppe nach Sanku gereist, um den dort vorherrschenden kritischen Zuständen entgegenzuwirken. Heute, am 29. April, wurde der Wassertruck an weitere Orte gebracht, und viele Mönchsgruppen haben Hilfe angeboten, wo sie benötigt wurde; Dr. Tsering hat sich zudem nochmals nach Sanku aufgemacht. Das Kloster hat Schwierigkeiten, neue Essensvorräte für die Mönche zu beschaffen; die bisherigen neigen sich langsam dem Ende zu. Dennoch sind wir in der Lage, den Menschen im nahegelegenen Militärcamp jeden Morgen und Nachmittag Tee anzubieten. Auf den Bildern sieht man Mönche, die einen großen Teekessel ins Camp bringen; der Tee wird dann in kleinere Gefäße umgefüllt und verteilt.

Namaste,

Tempa und Florian Tashi

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Benchenmönche unterstützen die lokale Bevölkerung

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